Die Freude am Hobby steht an erster Stelle

Hatte eine Saison mit viel Spaß am Tennis, die Damen-Mannschaft des SV Roggden. Von links: Jana Gleich, Anja Kaim, Lisa Kling, Laura Gaugler, Nicola Siebenstich und Ulrike Meitinger.

Spielerinnen und Spieler waren froh, dass in einer ungewöhnlichen Saison Duelle möglich geworden sind

Die Punktspiel-Saison 2020 war zu Beginn für die Freunde des gelben Filzballes bekanntermaßen von Unsicherheit geprägt. Die Frage war, ob und wie die Saison überhaupt stattfinden kann. Doch beim SV Roggden war schnell klar, wenn gespielt werden kann, dann sind wir dabei. Und so meldete Johann Kaim, Erster Vorsitzender beim SV Roggden und selbst aktiver Tennisspieler, die üblichen beiden Mannschaften, eine Herren- und eine Damenmannschaft, zum Spielbetrieb an.

„Wir haben ordentlich abgeschlossen und waren happy, dass wir heuer einfach nach den Unklarheiten, ob es überhaupt eine Tennis-Saison gibt, spielen konnten“, erzählt Damen-Mannschaftsführerin Anja Kaim. In der Kreisklasse spielten die jungen Damen, die schon früher als Juniorinnen zusammengespielt haben, eine für alle schöne Saison, geprägt von viel Mannschaftsgeist und Spaß am Spiel. Neuzugang Jana Gleich konnte an Position eins sogar drei Leistungsklassen gutmachen, gewann in der Punktrunde alle Einzel und Doppel und spielt nächstes Jahr mit LK 20. „Ich habe endlich nach langer Zeit wieder Freude am Tennis und konnte das auf dem Platz dann auch in Siege umwandeln.“

Grund zur Freude gibt es auf der gemütlichen Zwei-Platz-Anlage in Roggden außerdem, denn nach dem Lockdown wurde komplett in Eigenleistung die Installation einer Flutlichtanlage verwirklicht.

„Damit können wir die Trainingszeiten jetzt im Herbst für die Kinder und auch die Erwachsenen verlängern, denn bei uns geht es primär um die Lust am Spiel und an der Bewegung. Natürlich will man auch gewinnen, doch im Vordergrund steht, dass sich alle bei uns wohlfühlen“, so Johann Kaim.

Am 27. Oktober 1987 gegründet und seit 1988 mit Spielbetrieb, sind es derzeit beim SV Roggden um die 50 Mitglieder, welche der Tennisabteilung angehören. Davon sind 20 Spielerinnen und Spieler aktiv.

Neue Köpfe im Führungsteam des SV Roggden

Bild oben (von Ernst Reinhardt):

Die neu gewählte Vorstandschaft des SV Roggden. Von links: Bürgermeister Willy Lehmeier, Fußball-Abteilungsleiter Daniel Kolan, Kassiererin Jennifer Hassel, Dritter Vorsitzender Georg Fürbass, Zweiter Vorsitzender Daniel Klaiss, Erster Vorsitzender Johann Kaim, Tennis-Abteilungsleiterin Daniela Schapler, Jugendleiter Tobias Mayr und Schriftführer Bernd Killisperger.
 
 

Vorsitzender Johann Kaim bleibt im Amt, seine Stellvertreter sind nun Daniel Klaiss und Georg Fürbass

Im Mittelpunkt der 73. ordentlichen Generalversammlung des SV Roggden standen die Neuwahlen der Vorstandschaft und Ehrungen für verdiente Mitglieder des Vereins. Nach der Begrüßung und dem Totengedenken ließ Schriftführer Peter Besel in seinem ausführlichen Bericht das Vereinsjahr 2019 mit den vielen Aktivitäten und Höhepunkten noch einmal Revue passieren. Der Kassenbericht wurde von Kassiererin Jennifer Hassel anhand einer Power-Point-Präsentation vorgetragen. Hierin waren alle Posten zum 31.12.2019 aufgeführt sowie sämtliche Guthaben und Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Fußball-Abteilungsleiter Otto Miller berichtete über die erste und zweite Mannschaft und deren aktuellen Stand. Positiv hob Miller die Tatsache hervor, dass sich beim SVR zwei Seniorenteams im Spielbetrieb befinden, die tabellarisch gut dastehen. Er sagte: „In unserem Verein stellt sich nicht die Frage: Bist du schwarz oder weiß, bist du Christ oder Moslem, sondern die Frage, bist du am Sonntag am Sportplatz oder nicht.“ Georg Fürbass berichtete über die Aktivitäten im Jugendfußball. Er dankte allen Helfern, insbesondere Tobias Mayr, der als sein Nachfolger im Amt des Jugendleiters bereits seit Sommer 2019 den größten Teil der Arbeit hervorragend ausführe. Er gab einen Überblick auf die Anzahl der einzelnen Mannschaften und Spielgemeinschaften und lobte deren Zusammenarbeit. Reinhold Wagner berichtete über die Spielgemeinschaft der AH mit dem VfL Zusamaltheim dem TSV Binswangen, dem FC Osterbuch und dem SV Roggden und deren harmonisches Miteinander.

Daniela Schapler gab einen Überblick über die Aktivitäten der Abteilung Tennis wie Vereinsmeisterschaft, das Kindertraining und das Mixed-Turnier. Weiter berichtete sie über die Zusammensetzungen der Damen- und Herrenmannschaften sowie deren Platzierungen und den geplanten Turnieren in 2020.

Das Stadtoberhaupt Willy Lehmeier griff in seiner Ansprache den Satz von Otto Miller auf. Er sagte, dass diese Worte beim SV Roggden nicht nur so gesagt werden, sondern seit vielen Jahren die Integration und das Miteinander auch hervorragend praktiziert werden. Des Weiteren führe er aus, dass die von Otto Miller angesprochene Bereitstellung von Bauplätzen im Ortsteil Roggden für den Verein von wichtiger Bedeutung sind, um jungen Menschen, die in Roggden leben wollen, auch die Möglichkeit dazu geschaffen werden. Die dann das Vereinsleben, auch des Sportvereins beflügeln würde. Willy Lehmeier versicherte, dass diese Dinge im Stadtrat vorangetrieben werden. Zum Abschluss danke er allen, die sich im Verein eingebracht haben und wünschte der ersten Mannschaft viel Erfolg in der Rückrunde.

Turnusgemäß standen Neuwahlen an. Zweiter Vorsitzender Daniel Mayr, Dritter Vorsitzender Florian Stepan und Schriftführer Peter Besel sowie der Abteilungsleiter Fußball, Otto Miller, und dessen Vize Bernd Richter standen für ihre Ämter nicht mehr zur Verfügung. Als Wahlleiter fungierte Bürgermeister Willy Lehmeier. Die Versammlung wählte folgende Mitglieder zur neuen Vorstandschaft: Erster Vorsitzender: Johann Kaim; Zweiter Vorsitzender: Daniel Klaiss; Dritter Vorsitzender: Georg Fürbass; Kassierer: Jennifer Hassel; Schriftführer: Bernd Killisperger.

Als weiterer Tagesordnungspunkt stand eine notwendige Beitragsanpassung im Juniorenbereich an, die von der Versammlung einstimmig beschlossen wurde. Bei den Ehrungen leitete Johann Kaim ein, dass ein Verein durch die Mitglieder lebt und nur durch diese sei ein Verein stark und könne somit Präsenz zeigen. Er dankte den zu ehrenden Mitgliedern für ihre langjährige Treue und überreichte als Anerkennung Urkunden und Anstecknadeln. (pm)

Benefiz-Turnier – Danke!

Danke!

Fanclub Red-White Glammhogga Rudi Tausend Sonnenstr.8
86456 Gablingen 08230/1416 0179/5084313 red-white-glammhogga@web.de

Liebe Sportsfreunde des SV Roggden, lieber Manuel,

der Bayern-Fanclub „Red-White Glammhogga“ aus Gablingen möchte sich hiermit sowohl beim Schirmherrn, Manuel Pfalzgraf, als auch dem SV Roggden für die großzügige Unterstützung anläßlich Eures Benefiz-Turniers über 1.000,– € zugunsten krebskranker Kinder bedanken. Der Betrag ist auf unserem Kinderkonto eingegangen.

Unser Fanclub engagiert sich seit nunmehr 16 Jahren auf der Kinderkrebsstation im Klinikum Augsburg. Krankenhausbesuche, Bescherung am Hl. Abend auf der Station, sowie Fahrten zu einem Heimspiel des FC Bayern zählen zu den Aktivitäten im sozialen Bereich.

Der Betrag wird in die Finanzierung des nächsten Ausflugs mit betroffenen Kindern und ihren Familien in den Skyline-Park im August fließen und kommt also genau zum richtigen Zeitpunkt.

Im Namen des Präsidiums sage ich deshalb vielen Dank für Eure Hilfe und wünsche allen sportlichen Erfolg, aber vor allem Gesundheit.

(Ehrenpräsident Rudi Tausend)

Benefizturnier in Roggden

Fußball Spielen und feiern für einen guten Zweck

Einen Scheck in Höhe von 2300 Euro konnte Sonja Utz vom „Bunten Kreis“ in Empfang nehmen. Bei der Übergabe in Roggden mit dabei waren: (von links) Florian Stepan (Dritter Vorsitzender SV Roggden), Johann Kaim (Erster Vorsitzender SV Roggden), Rudi Tausend und Sponsor Emanuel Pfalzgraf.

Bild: Ernst Reinhardt

Bei Veranstaltung in Roggden gibt es keine Verlierer. 3300 Euro für „Bunten Kreis“ und eine Privatinitiative

 

Als Unternehmer Emanuel Pfalzgraf aus Hettlingen vor Jahren im Rahmen eines privaten Notfalls in der Kinderklinik des Zentralklinikums Augsburg gesehen hatte, welche wichtige Arbeit der „Bunte Kreis“ hier zum Nutzen kranker Kinder leistet, war für ihn klar: „Hier will ich helfen“. Bereits zum dritten Mal hat er deshalb in diesem Jahr wieder ein Fußballturnier organisiert und gesponsert, dessen Gewinn der Stiftung des Bunten Kreises und Rudi Tausend zugute kam.

Gespielt wurde auf dem Sportgelände in Roggden links und rechts des viel besuchten Weizenkarussells mit acht Mannschaften aus der Region. Nach den Vorrundenspielen konnte sich die Heimmannschaft aus Roggden und der TSV Rehling in den Halbfinals für das Finale qualifizieren. Im Spiel um Platz sieben musste sich die einzige reine Hobbymannschaft, die des FC Hettlingen, gegen den FC Osterbuch geschlagen geben. Das spannende Finale konnte der SV Roggden dann mit 3:2 durch sehenswerte Tore für sich entscheiden.

Bei der anschließenden Siegerehrung bedankten sich alle Mannschaften bei Emanuel Pfalzgraf und dem Sportverein Roggden für die tolle Organisation des Turniers. Die Vertreterin des Bunten Kreises, Sonja Utz, war sehr erfreut über das tolle Gelingen und lobte das Engagement der vielen Helfer und der Schiedsrichter, die ohne Spesen die Spiele leiteten.

Nach der Pokalübergabe war aber noch lange nicht Schluss. Das seit dem Vormittag im Grill brutzelnde Spanferkel wurde im Anschluss an die zahlreich gekommenen Gäste serviert. Bei Anbruch der Nacht wurde im Sportheim noch lange an der extra aufgebauten Bar gefeiert und so konnte ein Spendenscheck in Höhe von 2300 Euro an die Organisation des Bunten Kreises sowie 1000 Euro an Rudi Tausend überreicht werden. Der Gablinger Rudi Tausend engagiert sich seit Jahren für todkranke Kinder, organisiert Busse, um diesen den Traum eines FC Bayern-Spiels live in der Allianz-Arena zu ermöglichen und Spieler kennenzulernen. Aufgrund des großen Erfolges waren sich alle Beteiligten einig, dieses Event auch im nächsten Jahr wieder stattfinden zu lassen. (pm)

Ergebnisse, Gruppe A: Hettlingen – Roggden 1:4, Rehling – Wortelstetten 3:2, Roggden – Rehling 1:0, Wortelstetten – Hettlingen 2:2, Roggden – Wortelstetten 2:0, Rehling – Hettlingen 4:0 – Gruppe B: Osterbuch – Zusamaltheim 1:3, Achsheim – Mörslingen 0:0, Zusamaltheim – Mörslingen 2:3, Osterbuch – Achsheim 2:4, Mörslingen – Osterbuch 0:0, Achsheim – Zusamaltheim 3:3 – Halbfinale: Roggden – Mörslingen 1:0, Achsheim – Rehling 1:3 – Platzierungsspiele, Platz sieben: Hettlingen – Osterbuch 0:4 – Platz fünf: Wortelstetten – Zusamaltheim 4:1 – Platz drei: Mörslingen – Achsheim 1:2 – Endspiel: Rehling – Roggden 2:3

Spielplatz auf dem Sportplatz

Bereits bei der offiziellen Übergabe probierten die Kinder die Spielgeräte auf dem Roggdener Anton-Heiß- Sportgelände aus. Das Bild zeigt die Kinder mit (von links) Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier, Sponsor Emanuel Pfalzgraf, Vereinsvorsitzender Johann Kaim und Jugendleiter Georg Fürbass.

Bild: Ernst Reinhardt

In Roggden stehen für die Kinder nun mehrere Spielgeräte bereit. Stadt und Spender hatten das Vorhaben ermöglicht
Der seit längerem geplante Neubau eines Kinderspielplatzes auf dem Roggdener Anton-Heiß- Sportgelände konnte am Wochenende abgeschlossen und seiner Bestimmung übergeben werden. Vereinsvorsitzender Johann Kaim, der mit seinen Helfern viele Stunden in das Projekt investiert hatte, dankte bei der offiziellen Eröffnung allen Helfern und Spendern.

Vor allem Emanuel Pfalzgraf von der Firma Autolackiererei Pfalzgraf, habe mit einer großzügigen Spende maßgeblich zum Kauf dieser tollen Spielgeräte beigetragen, betonte Johann Kaim.

Sein weiterer Dank galt der Stadt Wertingen, die mit einem Zuschuss den Bau dieser am Jugendheim des Vereins platzierten Anlage ebenfalls unterstützt hat.
Im Beisein von Bürgermeister Willi Lehmeier und Sponsor Emanuel Pfalzgraf wurde der Spielplatz nun seiner Bestimmung übergeben. (peter besel)

Jahreshauptversammlung beim SV Roggden

Fußball Roggden Wertingen SV Roggden Sportverein

Beim SV Roggden wurden verdiente Mitglieder geehrt: (von links) Ortssprecher Franz Stepan, Stadtrat Otto Horntrich, Doris Nowak, Wolfgang Nowak, Rene Nowak, Gebhard Wiedemann, Kassiererin Jennifer Hassel, Karl Scheiber, Vorsitzender Johann Kaim und Christian Mayer.

Die Stadt Wertingen unterstützt zwei Projekte des Vereins. In der Jahresversammlung wurden Mitglieder geehrt

Karl Scheiber gehört dem SV Roggden schon 65 Jahre an. In der Generalversammlung des Vereins wurde er wie andere langjährige Mitglieder auch von Vorsitzendem Johann Kaim ausgezeichnet. Zudem freut sich der Verein auf finanzielle Hilfe der Stadt Wertingen bei zwei Projekten.

 

Aus den Berichten des Vorsitzenden und der einzelnen Abteilungsleiter wurde deutlich, dass der SV Roggden „hervorragende Arbeit“ leistet. Dies unterstrich in seinem Grußwort Stadtrat Otto Horntrich in Vertretung von Bürgermeister Willy Lehmeier. Der Stadtrat sagte dem Verein auch die finanzielle Unterstützung der Stadt für zwei Projekte des Vereins zu. Dies sind der Bau einer Bewässerungsanlage für die Fußballfelder und der Bau eines Kinderspielplatzes auf dem Sportgelände.

Peter Besel berichtete über eine Vielzahl von Aktivitäten. Die neu gewählte Kassiererin Jennifer Hassel wies auf die solide Finanzsituation hin. Fußball-Abteilungsleiter Otto Miller erwähnte in seinem Bericht den Finaleinzug der ersten Mannschaft bei der diesjährigen Landkreismeisterschaft im Futsal und den hervorragenden dritten Tabellenplatz in der abgelaufenen Saison.

Jugendleiter Georg Fürbaß stellte heraus, dass allen fußballbegeisterten Kindern die Möglichkeit geboten werden kann, von der G- bis zu A-Jugend in altersgerechten Teams ihrem Hobby nachzugehen. Wermutstropfen der guten Jugendarbeit sei es, so Fürbaß, dass immer mehr Vereine die beim SVR ausgebildeten Jugendlichen abwerben.

Daniela Schapler von der Tennisabteilung erzählte, dass erneut eine Damen- und eine Herrenmannschaft für den Spielbetrieb gemeldet sind.

Zu den geehrten Mitgliedern gehört auch Gebhard Wiedemann, der 60 Jahre Mitglied im Verein ist. Auf ein halbes Jahrhundert beim SVR kann immerhin schon Heinz Gutekunst zurückblicken; für 40 Jahre Treue zum Verein wurden Jürgen Heiß und Roland Kanefzky gewürdigt.

25 Jahre dabei sind Brigitte Brieden, David Brieden, Christian Mayer, Doris Nowak, Wolfgang Nowak, Rene Nowak und Christian Mayrböck. (pm) 

„Das ist ein überragendes Gefühl“

SV Roggden Torhüter Patrick Mayer

In der Bundesliga haben unter anderem Hans-Jörg Butt, Jens Lehmann oder Marvin Hitz spektakuläre Treffer als Torhüter erzielt, auf internationaler Ebene machte einst der kolumbianische Keeper René Higuita mit drei Länderspiel-Toren auf sich aufmerksam. Zuletzt gelang dem Torhüter des A-Klassisten SV Roggden, Patrick Mayer, ausgerechnet im Lokalderby beim VfL Zusamaltheim in der Nachspielzeit ein nicht alltäglicher Treffer zum 2:2-Endstand. Wie dieser zustande kam, verrät der 23-jährige Facharbeiter für Lagerlogistik im Interview.


Hallo Patrick, wie fühlt es sich an, wenn man als Torhüter einen Treffer für seine Mannschaft erzielt und dieser dann auch noch einen Punkt ausgerechnet in einem Lokalderby bedeutet?

Mayer: Das ist natürlich ein überragendes Gefühl. Ich hatte auch noch einige Stunden nach dem Derby viel Adrenalin im Körper, sodass ich lange Zeit nicht so richtig einschlafen konnte.

Schildern Sie doch, wie es zu diesem Treffer gekommen ist.

Mayer: Es lief bereits die Nachspielzeit, Zusamaltheim führte 2:1. Es gab Freistoß für uns in der eigenen Hälfte, circa fünf Meter vor der Mittellinie. Alle meine Mitspieler rannten nach vorne. Ich legte mir den Ball zurecht und wollte diesen in den gegnerischen Strafraum schlagen in der Hoffnung, dass jemand von uns diesen in Richtung VfL-Kasten köpfen kann. Als dann der Ball an Freund und Feind vorbeisegelte und kurz vor dem Zusamaltheimer Tor aufsprang, lag er zur Überraschung aller dann auch schon im Netz. Es stand 2:2 und wir alle konnten es kaum glauben.

War dies Ihr erster Treffer als Torwart?

Mayer: Na klar. Bisher habe ich nur Tore in den Jugendmannschaften erzielt, als ich noch als Feldspieler eingesetzt wurde.

Erinnern Sie sich an Torhüter-Tore aus der Bundesliga?

Mayer: Ich weiß noch, als FCA-Keeper Marvin Hitz in der Nachspielzeit das 2:2 gegen Leverkusen erzielt hat. Darüber wurde nach dem Spiel in Zusamaltheim kurz gesprochen. Gesprochen wurde aber über die mehr als 40 Tore, die ein Torhüter aus Südamerika in den 1990er Jahren für seine Vereine und die Nationalmannschaft erzielt hat. Uns fiel aber der Name nicht ein (René Higuita aus Kolumbien, Anm. d. Red.). Werden Sie in Zukunft weitere Freistöße für den SV Roggden schießen?

Mayer: Ja, darüber haben wir nach dem Spiel auch schon geflachst. Ich denke schon, dass ich das nochmals probiere.

Mussten Sie für Ihren Treffer in Zusamaltheim eine Runde ausgeben?

Mayer: Nein, im Gegenteil: Von Abteilungsleiter Otto Miller und Bernd Richter, der bei uns in der Jugendarbeit tätig ist, gab es Freibier. Unsere Funktionäre haben sich über mein Tor sehr gefreut.

Zum Schluss noch ein Wort zum Tabellenstand des SVR. Warum läuft es diese Saison so schleppend?

Mayer: Vorige Saison waren wir am Saisonende starker Dritter, jetzt sind wir aktuell Drittletzter. Es läuft nicht jedes Jahr gleich. In der Bundesliga sieht man dies am Beispiel Schalke 04.

 

Mehr Lokalsport gibt es unter www.wertinger-zeitung.de

 
 

Schwäbische Futsal-Vorrunde in Nördlingen

Der SV Holzkirchen gewinnt die schwäbische Futsal-Vorrunde in Nördlingen und der SV Steinheim setzt sich in Marktoberdorf durch.

Dass mit dem SV Holzkirchen in der Halle immer zu rechnen ist, bewiesen die Rieser bei der schwäbischen Futsal-Vorrunde in Nördlingen einmal mehr. Im Endspiel sorgte der Bezirksligist für eine Überraschung und schaltete mit dem letztlich deutlichen 3:0-Sieg den TSV Nördlingen aus. Für eine echte Sensation sorgte derweil der SV Steinheim. Bei der Vorrunde in Marktoberdorf setzte sich der Allgäuer Kreisklassist im Finale mit 2:1 gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter VfB Durach durch. Damit nimmt die Endrunde um die 40. schwäbische Hallenmeisterschaft immer konkretere Formen an. Mit dem FC Stätzling, TV Erkheim, FC Gundelfingen und TSV Bobingen stehen nämlich vier weitere Teilnehmer fest.


Der SV Steinheim, der als Aufsteiger in der Kreisklasse 1 als Spitzenreiter überwintert, brillierte in Marktoberdorf zwar nicht mit technisch hochwertigem Fußball samt Kabinettstückchen, wohl aber mit einer unglaublichen Effizienz und einem Keeper, der sich im Verlauf des Turniers den Beinamen „Hexer“ verdiente. Denis Tütem war kaum zu bezwingen und brachte die gegnerischen Kicker zwischendurch regelrecht zum Verzweifeln.

Vor 200 Zuschauern lief im Ostallgäu zunächst vieles planmäßig. Die „Futsal-Profis“ des BSK Olympia Neugablonz und der VfB Durach landeten in der Gruppenphase jeweils auf dem ersten Platz, dann aber erwischte es die Neugablonzer im Halbfinale gegen Steinheim. Mit 1:2 musste sich der BSK dem Außenseiter beugen, während sich Durach gegen den FSV Marktoberdorf keine Blöße gab und als Favorit ins Finale einzog. Dort aber wurde der VfB kalt erwischt und konnte nur noch auf 1:2 verkürzen. In der emotionalen Schlussphase war dann immer wieder Tütem Endstation.

Auch in Nördlingen wurde es vor rund 300 Besuchern hinten raus turbulent. Beim Stand von 3:0 für den SV Holzkirchen trat der Nördlinger Keeper Fabian Dorschky nach erfolgreicher Rettungstat nach – und löste damit eine Rudelbildung aus. Die Referees und herbeigeeilten Betreuer hatten allerhand zu tun, um die Gemüter wieder zu beruhigen. Dorschky sah dafür die rote Karte, die aber schon nicht mehr spielentscheidend war. Und so feierten die Holzkircher wenig später ihre Qualifikation für das Endturnier.

Das Erfolgsmodell des Bezirksligisten war denkbar einfach, aber eben auch altbewährt. Defensiv stand der SVH sicher, konterte erfolgeich und sicherte sich so schon mit 3:1 Toren in den Gruppenspielen den ersten Platz vor dem TSV Wertingen. Während in der Parallelgruppe zunächst nur klar war, dass der A-Klassist SV Roggden nach zwei Niederlagen raus war. Der TSV Nördlingen, der neben einer Handvoll Bayernliga-Spielern noch A-Junioren und Kicker aus dem Bezirksliga-Kader aufgeboten hatte, war nach zwei Partien punkt- und torgleich mit der SSV Dillingen. Im Sechsmeterschießen um den Gruppensieg setzten sich die Rieser dann mit 7:6 durch.

Im Halbfinale gegen den TSV Wertingen machten die Nördlinger dann schnell alles klar und siegten 4:0, während die Dillinger kurz vor Schluss gegen SV Holzkirchen den Ausgleich schafften. Doch die Freude währte nur kurz, zwei Sekunden vor einem weiteren Sechsmeterschießen lief die SSV in einen Konter und Lars Jaud stoppte den Holzkircher Angriff mit einem Foul. Für den Dillinger gab es den roten Karton, die Frage nach dem Tatort beantworteten die Referees: Das Foul war demnach knapp innerhalb des Strafraums und Armin Rau verwandelte den fälligen Sechsmeter zum 2:1-Siegtreffer des SVH. Der schon diesen Erfolg feierte, doch eine halbe Stunde später war die Freude über den Turniersieg noch einmal deutlich größer. Zumal SVH-Keeper Andreas Schröppel auch noch die Auszeichnung als bester Zerberus erhielt. Die weiteren Ehrenpreise gingen an Furkan Akaydin (Dillingen, bester Spieler) und Sascha Hof (Nördlingen, mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze).