Schwäbische Futsal-Vorrunde in Nördlingen

Der SV Holzkirchen gewinnt die schwäbische Futsal-Vorrunde in Nördlingen und der SV Steinheim setzt sich in Marktoberdorf durch.

Dass mit dem SV Holzkirchen in der Halle immer zu rechnen ist, bewiesen die Rieser bei der schwäbischen Futsal-Vorrunde in Nördlingen einmal mehr. Im Endspiel sorgte der Bezirksligist für eine Überraschung und schaltete mit dem letztlich deutlichen 3:0-Sieg den TSV Nördlingen aus. Für eine echte Sensation sorgte derweil der SV Steinheim. Bei der Vorrunde in Marktoberdorf setzte sich der Allgäuer Kreisklassist im Finale mit 2:1 gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter VfB Durach durch. Damit nimmt die Endrunde um die 40. schwäbische Hallenmeisterschaft immer konkretere Formen an. Mit dem FC Stätzling, TV Erkheim, FC Gundelfingen und TSV Bobingen stehen nämlich vier weitere Teilnehmer fest.


Der SV Steinheim, der als Aufsteiger in der Kreisklasse 1 als Spitzenreiter überwintert, brillierte in Marktoberdorf zwar nicht mit technisch hochwertigem Fußball samt Kabinettstückchen, wohl aber mit einer unglaublichen Effizienz und einem Keeper, der sich im Verlauf des Turniers den Beinamen „Hexer“ verdiente. Denis Tütem war kaum zu bezwingen und brachte die gegnerischen Kicker zwischendurch regelrecht zum Verzweifeln.

Vor 200 Zuschauern lief im Ostallgäu zunächst vieles planmäßig. Die „Futsal-Profis“ des BSK Olympia Neugablonz und der VfB Durach landeten in der Gruppenphase jeweils auf dem ersten Platz, dann aber erwischte es die Neugablonzer im Halbfinale gegen Steinheim. Mit 1:2 musste sich der BSK dem Außenseiter beugen, während sich Durach gegen den FSV Marktoberdorf keine Blöße gab und als Favorit ins Finale einzog. Dort aber wurde der VfB kalt erwischt und konnte nur noch auf 1:2 verkürzen. In der emotionalen Schlussphase war dann immer wieder Tütem Endstation.

Auch in Nördlingen wurde es vor rund 300 Besuchern hinten raus turbulent. Beim Stand von 3:0 für den SV Holzkirchen trat der Nördlinger Keeper Fabian Dorschky nach erfolgreicher Rettungstat nach – und löste damit eine Rudelbildung aus. Die Referees und herbeigeeilten Betreuer hatten allerhand zu tun, um die Gemüter wieder zu beruhigen. Dorschky sah dafür die rote Karte, die aber schon nicht mehr spielentscheidend war. Und so feierten die Holzkircher wenig später ihre Qualifikation für das Endturnier.

Das Erfolgsmodell des Bezirksligisten war denkbar einfach, aber eben auch altbewährt. Defensiv stand der SVH sicher, konterte erfolgeich und sicherte sich so schon mit 3:1 Toren in den Gruppenspielen den ersten Platz vor dem TSV Wertingen. Während in der Parallelgruppe zunächst nur klar war, dass der A-Klassist SV Roggden nach zwei Niederlagen raus war. Der TSV Nördlingen, der neben einer Handvoll Bayernliga-Spielern noch A-Junioren und Kicker aus dem Bezirksliga-Kader aufgeboten hatte, war nach zwei Partien punkt- und torgleich mit der SSV Dillingen. Im Sechsmeterschießen um den Gruppensieg setzten sich die Rieser dann mit 7:6 durch.

Im Halbfinale gegen den TSV Wertingen machten die Nördlinger dann schnell alles klar und siegten 4:0, während die Dillinger kurz vor Schluss gegen SV Holzkirchen den Ausgleich schafften. Doch die Freude währte nur kurz, zwei Sekunden vor einem weiteren Sechsmeterschießen lief die SSV in einen Konter und Lars Jaud stoppte den Holzkircher Angriff mit einem Foul. Für den Dillinger gab es den roten Karton, die Frage nach dem Tatort beantworteten die Referees: Das Foul war demnach knapp innerhalb des Strafraums und Armin Rau verwandelte den fälligen Sechsmeter zum 2:1-Siegtreffer des SVH. Der schon diesen Erfolg feierte, doch eine halbe Stunde später war die Freude über den Turniersieg noch einmal deutlich größer. Zumal SVH-Keeper Andreas Schröppel auch noch die Auszeichnung als bester Zerberus erhielt. Die weiteren Ehrenpreise gingen an Furkan Akaydin (Dillingen, bester Spieler) und Sascha Hof (Nördlingen, mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze).

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